Die perfekte Reise-Kamera - Teil 1: Let's be EVIL?!

Reisekamera

Heute geht's mal um ein etwas anderes Thema. Ich habe mich in den letzten Tagen und Wochen etwas näher mit dem Thema Reise-Fotografie beschäftigt. Also eigentlich damit, welche Kamera man am besten auf eine Reise mitnimmt. Ich bin jetzt schon etwas weiter, hab mir sozusagen schon meine Meinung gebildet. Jedoch bin ich mir noch nicht 100%ig sicher, daher auch dieses Posting. Vielleicht habt ihr bereits vor dem selben Problem gestanden oder schon selber Erfahrungen gemacht!? Also, zur Ausgangslage: Ich suche eine Kamera, mit der ich auf einer längeren Reise Fotos machen kann! Das wäre ja noch nicht so das Problem...  ;) Die Kamera soll aber auf jeden Fall folgende zwei Kriterien erfüllen:

  1. Möglichst handlich - d.h. nicht zu schwer und zu groß - sein. Ich möchte keinen eigenen Rucksack bzw. keine eigene Fototasche dafür mitnehmen müssen.
  2. Die Bildqualität soll bestmöglich sein. Am liebsten würde ich keine Abstriche zu meine Canon 7D machen, mal sehen was da so möglich ist.

Aus dem Punkt 2 konntet ihr bereits herauslesen, dass meine Canon 7D für mich schon mal wegfällt. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund - nämlich Punkt 1. Meine 7D ist einfach um ein gutes Stückchen zu groß und zu schwer als dass ich sie als Reisekamera mitnehmen würde. Selbst wenn ich mich auf ein einziges Objektiv beschränken würde (was in Wirklichkeit schon fast ein Ding der Unmöglichkeit wäre - die Angst für eine Situation nicht richtig ausgestattet zu sein wäre einfach zu groß!!), hätte ich bereits gute 1,5 bis 2 kg an Gewicht zu schleppen. Zusätzlich bräuchte ich natürlich eine Fototasche oder gar einen Rucksack für den Transport. Alles Gründe warum die 7D nicht meine Reisekamera wird, auch wenn ich sie sicher vermissen werde! :)

1.) Die Größe

Das erste Kriterium ist ja die Größe bzw. das Gewicht der Kamera. Eine DSLR - und ist sie noch so klein und handlich - ist da meiner Meinung nach einfach zuviel des Guten. Also muss eine Kompaktkamera her!? Die sind schön klein und passen in jede Hosentasche und die Anschaffungskosten halten sich im Vergleich zu den DSLR's auch in Grenzen.

Wie siehts mit dem ganzen anderen neuen Kameratypen aus? Bridge- und EVIL-Kameras fallen mir das so als Schlagwörter auf die Schnelle ein. Bisher bin ich ja an diesen relativ neuen Kameratypen immer recht schnell vorbeigehuscht. Jetzt habe ich mir allerdings die Zeit genommen und mich zumindest ein wenig in die Thematik eingelesen. Beide Typen, also Bridge- und EVIL-Kameras sind in der Regel kompakter gebaut als DSLRs. Bridge-Kameras haben dabei ein fix verbautes Objektiv, bei EVILs kann man diese wie bei DSLRs wechseln. Kompakter als DSLRs ist bei allerdings relativ in meinen Augen. So manche Bridge- oder EVIL-Kamera sieht einer DSLR schon verdammt ähnlich. Auf der anderen Seite gibt's aber auch recht schlanke Vertreter - und diese werde ich mir genauer ansehen.

2.) Die Ausstattung/Qualität

Ganz klar, optimal wäre eine Kompaktkamera mit den Möglichkeiten einer großen DSLR. Dass das rein technisch (noch) nicht möglich ist, ist leider so. Wie sieht es also mit der Qualität der noch verbliebenen Kameratypen aus? Natürlich gibt es innerhalb der jeweiligen Typen schon große Unterschiede. Wenn man aber im ersten Schritt rein die Sensor-Größe als Entscheidungshilfe hernimmt, so kann sehr viele der kleinen Kompaktkameras schon aus der Wertung nehmen. Man muss schon in der obersten Kategorie, bei den sogenannten Premium-Kompaktkameras suchen um fündig zu werden. Ebenso verhält es sich bei den meisten Bridge-Kameras da diese ebenfalls mit sehr kleinen Sensoren arbeiten. Bleiben noch die EVILs übrig.

Bei den EVIL-Kameras hat sich in letzter Zeit sehr viel getan. Ich habe vor kurzem gelesen, dass sie sich von den Verkaufszahlen her zur am schnellsten wachsenden Sparte innerhalb der Digital-Kameras gemausert haben. Berücksichtigt man jetzt bereits die Baugröße der Kameras, so komme ich auf folgende berühmte Vertreter dieser Sparte:

Olympus E-PL3

Olympus hab mit seiner Pen-Reihe einige wirklich tolle Kameras im Sortiment. Ich persönlich bin bei der E-PL3 hängen geblieben. Die hat für mich den richtigen Mix aus Größe und Funktionalität. Etwas endtäuscht war ich allerdings als ich mir die Kamera das erste mal Live angeschaut habe. Da konnte sie leider nicht mit den anderen mithalten...

Sony NEX-5N

Die neue Version der NEX-5 verspricht einiges: 16 Megapixel, APS-C Sensor und richtig tolle Spielereien (Touchscreen, Schwenkpanorama, etc.). Auch der erste Eindruck als ich sie selbst in die Hand genommen habe war durchaus OK. Leider habe ich dann einige Berichte gelesen, in denen das mitgelieferte Kit-Objektiv (18-55mm) als mangelhalft bewertet wurde...

 

Sony NEX-C3

Die C3 hinkt ihrer großen Schwester in den wichtigen Punkten kaum hinterher. Die Bildqualität ist auf ähnlich hohem Niveau und das Äußere gefällt mir sogar noch einen Tick besser. Bleibt nur noch das blöde Kit-Objektiv...

 

 

Panasonic Lumix DMC-GF3

Generell bin ich von den Lumix-Geräten ja schon immer begeistert. Also war ich auch auf diesen EVIL-Vertreter von Panasonic gespannt. Lag diese Kamera anfangs in diversen Tests meist knapp hinter den Sony und Olympus-Modellen, so hat sie je läger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe immer weiter aufgeholt. Und sie kann auch einiges! Touchscreen, sehr kompakte Bauweise und ganz neu: ein wirklich tolles neues Objektiv - das Lumix G X Vario PZ 14-42mm Objektiv! Mit diesem Objektiv ist die GF3 wirklich ein Spitzengerät!

 

Samsung NX100

Als nicht mehr ganz neue aber dennoch durchaus attraktive Kamera stach mir die Samsung NX100 ins Auge. Für relativ wenig Geld bekommt man hier einen APS-C Sensor mit 14 Megapixel. Sieht man jedoch etwas genauer hin, so dürfte die NX100 vor allem bei der Bildqualität ein paar Minuspunkte aufweisen.

 

 

Fujifilm X10

Als einzige Nicht-EVIL-Kamera bin ich in sozusagen allerletzter Sekunde auf die Fujifilm X10 gestoßen. Rein technisch gesehen ist sie den Kompaktkameras zuzuordnen - sie hat jedoch einen Sensor der um einiges größer ist als bei normalen Kompaktkameras. Aufmerksam bin ich durch meinen Fotohändler geworden zu dem ich gerne gehe um mir die Kameras vorab anzusehen und mich beraten zu lassen. Die Vorteile der Kamera: Ein lichtstarkes Objektiv, hübsches Retro-Design und die kleine Bauart. Nachteil: Es ist kein Objektivwechsel möglich und der - im Vergleich zu den EVIL-Kameras - recht kleine Sensor.

 

So, nachdem ich in diesem Teil 1 des Postings auf das Problem hingeführt habe das sich mir stellt und jetzt mehrere Kameras angeführt habe mit der man es theoretisch lösen könnte, werde ich in Teil 2 auf meine persönlichen Favoriten näher eingehen und versuchen zu einem Ergebnis zu kommen.

Wie gesagt, ich würde mich sehr freuen wenn ich von euch auch etwas zu diesem Thema hören würde. Habt ihr eine eigene "Reisekamera"? Oder ist das komplett übertrieben? Oder wie auch immer - lasst es mich wissen! :)