Ich habe doch keine Zeit...

Der heutige Post soll sich mit einem etwas anderen Thema beschäftigen. Kurz gesagt geht es darum, dass man als berufstätige Person mit einem gewissen Familien- und Freundeskreis (der auch Zeit und Aufmerksamkeit braucht) doch kaum Zeit findet, sich dem Fotografieren zu widmen. Zumindest läuft's zur Zeit bei mir so ab. Anstoß über dieses Thema zu schreiben lieferte der Artikel "Habe ich das Zeug dazu, gute Fotos zu machen?" auf kwerfeldein.de. Nun ja, keine Zeit ist vielleicht nicht ganz richtig, ich hätte schon zeit, abends, von 19 bis 22 könnte ich schon was machen. Doch da ich kein Studio oder ähnliches habe, sind meine Möglichkeiten doch sehr eingeschränkt. Oder sehe ich das falsch? Mir ist zumindest bis jetzt nichts eingefallen... Schon klar, der Winter machts nicht unbedingt besser, man geht in der Früh aus dem Haus und kommt am Abend wieder wenn es dunkel ist. Ungünstig, sehr ungünstig würd ich sogar sagen. So bleibt einem nur mehr das Wochenende an dem man das Tageslicht für Fotos nutzen könnte. Doch wie bei vielen, vergeht ein jedes Wochenende so wahnsinnig schnell, dass kaum Zeit für Aufnahmen bleibt. Also bleibt mir nichts anders übrig, als in der guten Stube nach Dingen, Sachen und Personen Ausschau zu halten, die ich noch fotografieren könnte. Doch die werden auch immer knapper!

Momentan bin ich soweit, dass ich den Winter (und die damit verbundenen kurzen Tage) schon verwünsche. Einig positiv ist daran, dass ich etwas mehr zum Lesen komme. Und damit auch der Erfüllung des fünften Punktes der 30 Photographic Goals for 2010. Zur Zeit bin ich gerade dabei "HDRI in der Praxis: High Dynamic Range Imaging für Fotografen" zu verschlingen (sobald ich damit fertig bin ist hier ein ausführliches Review geplant).

Doch so richtig erfüllend ist die Leserei - so interessant das Ganze auch sein mag - nicht. Mir fehlt die praktische Seite der Fotografie. Etwas Abhilfe verschafft mir da das Bearbeiten von älteren Fotos. So gehe ich zum Beispiel die Aufnahmen des letzten Jahres durch und bearbeite das eine oder andere nochmals in Photomatix, Photoshop und Lightroom. Und ich muss sagen, die Ergebnisse sind teilweise doch um einiges besser als bei den ersten Versuchen. Ich denke das ist aber normal. Bei jedem Bild das man kreiert, probiert man neue Dinge und bekommt mehr Gespühr dafür wie man das gewünschte Ziel erreicht. Naja, und so ist diese öde Zeit (fotografisch gesehen) doch für was gut! :-)

Das heutige Bild das ich vorstellen möchte ist im Prinzip nur aus Langeweile und fehlenden Alternativen entstanden. Ich wusste nicht was ich fotografieren sollte, also begann ich wie wild alles rund um mich herum zu fotografieren. In diesem Fall war's der kleine flauschige Elch in der Couchecke. Und er hat seine Sache nicht mal schlecht gemacht würd ich meinen!! ;-)

shooting everything that comes around

Habt Ihr sonst Tipps für mich? Wie kann ich dieses "Winterloch" überbrücken? Oder muss ich wohl oder übel auf den Frühling warten?? Das kanns doch nicht sein...