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HDR-Software Review - Teil 7: Qtpfsgui (Luminance HDR)

Nach doch etwas längerer schöpferischer Pause gehts heute weiter im großen HDR-Software Review! An der Reihe ist dieses Mal Qtpfsgui- oder besser gesagt Luminance HDR - wie es jetzt mittlerweile genannt wird.

1.) Allgemeines

Hersteller: Diverse Programmversion: 2.1 Betriebssystem(e): Windows, Linux, Mac OS X Link: http://qtpfsgui.sourceforge.net/

Tja, und das war's dann auch schon mit der Bewertung von Luminance HDR, leider! Ich habe mehrere Male versucht meine Testbilder wie gewohnt aufzurufen und zu bearbeiten - leider läuft das Programm auf meinem Rechner aber sehr instabil. Es stürzt z.B. beim Testbild 1 jedes Mal ab wenn ich das HDR erzeugen möchte. Bei weiteren Tests mit anderen Bilder funktioniert dann zwar die HDR-Erstellung, dafür ist dann später beim Tonemapping Schluss.

Ich könnte jetzt zwar die paar Ergebnisse und Eindrücke posten die ich bisher sammeln konnte, doch das ist mir eindeutig zu wenig. Wenn dann möchte ich den kompletten Test durchführen - alleine schon um den Vergleich zu den anderen Programmen aufrecht zu erhalten. Vielleicht schaffe ich es ja, den Test auf einem anderen Rechner durchzuführen auf dem das Programm stabiler läuft. Dann müsste eventuell der Performance-Punkt relativiert werden, aber das ist denke ich noch verkraftbar...

Also, in diesem Sinne muss ich die Fortsetzung des HDR-Software Reviews wohl leider verschieben. Aber keine Sorge, das nächste Programm wartet schon! :-)

HDR-Software Review - Teil 6: Picturenaut

Nach kurzer schöpferischer Pause gehts heute weiter im großen HDR-Software Review! An der Reihe ist dieses Mal Picturenaut - ein vielversprechendes Programm, das zumindest in einzelnen Bereichen überraschen wird!

1.) Allgemeines

Picturenaut LogoHersteller: Marc Mehl Programmversion: 3.0 Betriebssystem(e): Windows Link: http://www.picturenaut.de

Picturenaut wird unter der oben genannten Adresse zum Download angeboten und kann nach dem entpacken schon ausgeführt werden, ohne jede Installation. Am Beginn möchte ich gleich wieder ein paar Screenshots von der Anwendung präsentieren – einfach um jenen die’s noch nicht kennen, das Programm etwas näher zu bringen.

2.) Performance

Picturnaut kommt in einer Stand-Alone Version. Die Bilder der Belichtungsreihe kann man nach dem Starten des Programms sehr einfach auswählen und nach dem Festlegen der Optionen wird auch schon das HDR-Bild generiert. Wie man sehen kann, arbeitet Picturenaut dabei sehr rasch!

Aktion Testbild1 Testbild2 Testbild3 Durchschnitt
Laden bis zum Tonemapping (mit Ausrichten) 24 sek 4,3 sek 8,6 sek 12,3 sek
Speichern des Ergebnisses 2 sek 2 sek 2 sek 2 sek
Summe 26 sek 6,3 sek 10,6 sek 14,3 sek

Ein weiteres Kriterium war die Aktualisierung der Vorschau. Diese hat sich bei Picturenaut sehr rasch aktualisiert - quasi mit der Aktion selbst.

3.) Zusatzfunktionen

Ghosting Reduzierung

Picturenaut bietet beim Erstellen des HDR-Bildes auch eine automatische Ghosting Reduzierung an. Am Testbild 2 habe ich diese Funktion auch getestet. Dabei hat sich herausgestellt, dass das Ghosting in Ansätzen zwar reduziert wird, komplett wurde es aber nicht entfernt. D.h. man müsste noch selbst händisch im Photoshop eingreifen um ein 100%ig ghosting-freies Bild zu bekommen.

Ausrichtung der Bilder

Da ich einen Großteil meiner HDRs ohne Stativ mache, ist die Ausrichtung der Bilder für mich von durchaus großer Bedeutung. Das Problem bei diesem Kriterium war allerdings die Messbarkeit des Erfolgs. Generell werde ich daher in erster Line bewerten ob eine Funktion zur Ausrichtung vorhanden ist bzw. ob diese automatisch funktioniert oder auch manuell eingegriffen werden kann.

Picturenaut bietet auch hier eine automatische Möglichkeit der Bilderausrichtung an. Ich habe die Funktion wieder anhand der Testbilder ausgewertet und komme zu einem ähnlichen Ergebnis wie bei der Ghosting Reduzierung: In Ansätzen funktioniert die automatische Ausrichtung, im Detail weist sie jedoch unübersehbare Schwächen auf.

Vorlagen/Presets

Es gibt zwar keine vorgefertigten Vorlagen in Picturenaut, man kann jedoch die selbst einmal gefundenen Einstellungen speichern und später wieder aufrufen. Damit erspart man sich sicher auf Dauer einiges an Herumprobiererei!

4.) Benutzeroberfläche

Aufruf aus Host-Programm

Ein wichtiges Kriterium ist für mich, ob es eine direkte Schnittstelle zwischen meinen bevorzugten Bildbearbeitungsprogrammen (Host-Programmen) und dem HDR-Programm gibt. In erster Linie spreche ich hier natürlich von Lightroom. Ist man erst einmal auf den Genuss einer automatischen Exportfunktionalität gekommen, möchte man ihn auch nicht mehr missen - ich spare damit einfach Zeit und Ärger.

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei Picturenaut um ein Stand-Alone Programm. Ein Aufruf aus Lightroom oder einem anderen Programm ist nicht möglich.

Übersichtlichkeit/Intuitivität

Picutrenaut kann hier von Anfang an überzeugen - die Programmoberfläche ist aufgeräumt und sehr intuitiv zu bedienen. Ein eventuellens Einlesen in eine Dokumentation oder Hilfe war somit komplett überflüssig. Einfach die Bilder auswählen, HDR-Bild erstellen und anschließend das Tonemapping. Alles einfach zu finden und zu bedienen.

Einstellmöglichkeiten

Auf der einen Seite bietet Picturenaut 4 verschiedenen Tonemapping-Varianten, die jedoch jede für sich nur durch relativ wenige Parameter beeinflussbar sind. Das heisst man hat zwar einiges an Auswahl, wenn man aber ins Detail gehen möchte, so stößt man bald an die Grenzen von Picturenaut.

5.) Hilfe, Tutorials, etc.

Hilfe an sich biete Picturenaut wenig. Es gibt zwar FAQs, diese decken allerdings wirklich nur die wichtigsten Punkte ab. Zusätzlich dazu gibt es allerding noch ein Forum, das relativ gut besucht und aktuell ist.

6.) Preis

Freeware!!!

7.) Zusammenfassung

Hier werde ich alle bis jetzt gehörten Punkte nochmals zusammenfassen und schließlich mit Punkten bewerten. Warum wieviele Punkte gegeben wurden, sollte aus den bereits Gelesenem hervorgehen. Falls ich bei der Bewertung bzw. generell etwas übersehen oder nicht berücksichtigt habe, bin ich für jede konstruktive Kritik dankbar!

Pluspunkte + Performance + Benutzeroberfläche/Intuitivität + Freeware!!!

Minuspunkte - Fehlender Aufruf aus Host-Programm - Zusatzfunktionen zwar in Ansätzen vorhanden, jedoch nicht ausgereift

Testbilder

Zum Abschluss zeige ich noch die Ergebnisse der drei verwendeten Testbilder. Es handelt sich bei allen drei Bildern um das direkte Ergebnis aus Picturenaut - also ohne jede weitere Bearbeitung.

Bewertung

(pro Punkt max. 10 Punkte, insgesamt max. 90 Punkte)

Performance 10 Punkte
Zusatzfunktionen
Ghosting 5 Punkte
Ausrichtung 4 Punkte
Presets 3 Punkte
Benutzeroberfläche
Aufruf aus Host-Programm 0 Punkte
Übersichtlichkeit/Intuivität 10 Punkte
Einstellmöglichkeiten 6 Punkte
Hilfen, Tutorials etc. 6 Punkte
Preis 10 Punkte
Ergebnis 63 Punkte

Picturenaut erreicht somit 63 von 90 Punkten in meiner Bewertung und liegt damit hinter Phtotomatix Pro 4 (71 Punkte) und HDR Efex Pro (64 Punkte).

Die nächste Bewertung gibt's von Qtpfsgui!

HDR-Software Review - Teil 5: FDRTools

Nachdem der letzte Beitrag dieser Serie leider etwas kurz ausgefallen ist, gibt's heute wieder die volle Ladung!  :-) Am Start steht heute FDRTools - ein mir komplett neues HDR-Programm mit dem ich bis jetzt so gut wie gar nicht in Berührung gekommen bin. Ich hab mich auch schon richtig darauf gefreut mal was komplett neues auszuprobieren und meine Erkenntnisse festzuhalten. Also, in dem Sinne - los gehts!

1.) Allgemeines

Hersteller: AGS Technik, Andreas SchömannFDRTools Programmversion: FDRTools Advanced 2.3.2 Betriebssystem(e): Windows, Mac Link: http://www.fdrtools.com/

Ich habe mir für meine Tests die Advanced-Version von FDRTools heruntergeladen. Wie ich der Dokumentation entnehmen konnte, besteht der Unterschied zur frei erhältlichen Basic-Version darin, das mehr HDR- und Tonemapping-Module enthalten sind. Details findet ihr in der Produktübersicht.

Am Beginn möchte ich gleich wieder ein paar Screenshots von der Anwendung präsentieren - einfach um jenen die's noch nicht kennen, das Programm etwas näher zu bringen. Zum besseren Verständnis ist vielleicht noch dazu zu sagen, dass FDRTools aus mehreren kleineren Fenstern besteht - was man am ersten Screenshot auch sehen kann.

FDRTools Screenshot

FDRTools Screenshot

FDRTools Screenshot

FDRTools Screenshot

2.) Performance

Die Performancemessungen von FDRTools habe ich zwei Schritten durchführen müssen: Erstens werden die Bilder der Belichtungsreihe in den Editor geladen (Messung 1) und zweitens habe ich dann die automatische Ausrichtung der Bilder durchgeführt (Messung 2). Die Summe dieser beiden Messungen ergab dann die hier eingetragenen Werte:

Aktion Testbild1 Testbild2 Testbild3 Durchschnitt
Laden bis zum Tonemapping (mit Ausrichten) 54,2 sek 18,1 sek 15,5 sek 29,3 sek
Speichern des Ergebnisses 124,4 sek 31,1 sek 73,5 sek 76,3 sek
Summe 178,6 sek 49,2 sek 89 sek 105,6 sek

3.) Zusatzfunktionen

Ghosting Reduzierung

Eine Ghosting Reduzierung wie es sie bei den bisher getesteten Programmen gab, kann FDRTools nicht bieten. Es gibt aber bei einer Methode der HDR-Erstellung (Separation) die Möglichkeit, über die HDR-Erstellung das Ghosting zu unterdrücken. Es gibt hierzu auch eine sehr schöne und genaue Anleitung in der Hilfe von FDRTools: Ghosting Reduzierung mit HDR-Methode Separation.

Ich habe diese Art der Ghosting Reduzierung anhand des Testbild 2 natürlich getestet. Das Ergebnis war zwar nicht berauschend, aber durchaus OK. D.h. es ist tatsächlich möglich, das Ghosting zu reduzieren bzw. ganz verschwinden zu lassen - wenn auch die Art wie man es machen muss etwas kompliziert bzw. umständlich ist.

Ausrichtung der Bilder

Da ich einen Großteil meiner HDRs ohne Stativ mache, ist die Ausrichtung der Bilder für mich von durchaus großer Bedeutung. Das Problem bei diesem Kriterium war allerdings die Messbarkeit des Erfolgs. Generell werde ich daher in erster Line bewerten ob eine Funktion zur Ausrichtung vorhanden ist bzw. ob diese automatisch funktioniert oder auch manuell eingegriffen werden kann.

Hier bietet FDRTools die volle Funktionsbreite an: einen automatischen Abgleich und - sollte der automatische nicht zufriedenstellen - eine manuelle Nachjustierung. Mit Hilfe der Vorschau- bzw. Lupenfunktion kann man die Ergebnisse auch gleich kontrollieren und gegebenenfalls noch weiter anpassen. So habe ich z.B. beim Testbild 1 gesehen, dass die automatische Ausrichtung zwar schon recht gut war, mit einer manuellen Anpassung um 2 Pixel war es dann aber ganz genau.

FDRTools - Ausrichtung der Quellbilder

FDRTools - Ausrichtung der Quellbilder

Vorlagen/Presets

Presets für das Tonemapping bietet FDRTools leider nicht an (der Button "Vorgaben" setzt die Einstellungen lediglich auf die Ausgangswerte zurück).

4.) Benutzeroberfläche

Aufruf aus Host-Programm

Ein wichtiges Kriterium ist für mich, ob es eine direkte Schnittstelle zwischen meinen bevorzugten Bildbearbeitungsprogrammen (Host-Programmen) und dem HDR-Programm gibt. In erster Linie spreche ich hier natürlich von Lightroom. Ist man erst einmal auf den Genuss einer automatischen Exportfunktionalität gekommen, möchte man ihn auch nicht mehr missen - ich spare damit einfach Zeit und Ärger.

Auch hier habe ich keine Möglichkeit gefunden, FDRTools in Lightroom zu integrieren. Es scheint ein Standalone-Programm zu sein, das dementsprechend auch gehandhabt werden muss.

Übersichtlichkeit/Intuitivität

Die erste Umstellung zu den bisher getesteten Programmen war die Aufteilung in mehrere kleine Fenster. Vor allem wenn man bereits andere Programme geöffnet hat, ist das leicht verwirrend, da diese dann im Hintergrund durchscheinen. Hat man dieses "Hindernis" erst mal überwunden, geht es an das Anlegen von Projekten. Die Bezeichnung "Projekt" sollte man hier nicht allzu hoch bewerten, im Prinzip handelt es sich um eine Belichtungsreihe die man bearbeiten möchte. Mit einem weiteren Klick auf den Button "Bearbeite" werden dann die zuvor gewählten Bilder tatsächlich geladen und auch gleich ein HDR-Bild erzeugt. Jetzt stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Ausrichtung der Bilder
  • Ändern der HDR-Methode
  • Tonemapping

Da ich die Ausrichtung der Bilder betreits beschrieben habe, überspringe ich diesen Punkt. Wie schon kurz erwähnt, stehen in der Advanced-Version gleich mehrere Methoden zur HDR-Erzeugung zur Verfügung: Average, Separation, Creative und xDof. Wie sich diese Methoden unterscheiden, ist in der Hilfe von FDRTool beschrieben:

In der Basic- und Advanced-Variante der FDRTools ist die Methode Average enthalten. Diese erlaubt bei normalen Aufnahmereihen eine gute Entrauschung des entstehenden HDRIs und führt zu qualitativ guten Endergebnissen.

Die Methode Separation (nur Advanced-Version) erlaubt eine sehr gute Entrauschung des HDRIs und führt zu qualitativ optimalen Endergebnissen. Eine Besonderheit dieser Methode ist auch die Möglichkeit sog. Geisterbilder oder Bewegungsunschärfen zu unterdrücken.

Während Average und Separation spezialisiert sind auf die Vereinigung von Belichtungsreihen statisch beleuchteter Szenen, erlaubt die Methode Creative (nur Advanced-Version) das nahtlose Mischen beliebigen Bildmaterials, insbesondere Bilder mit wechselnder Beleuchtung bzgl. Position, Intensität und Spektrum der Lichtquellen. Das Ergebnis des Mischvorgangs lässt sich sehr flexibel steuern. Nähere Informationen zu Creative finden Sie im Kapitel Erstellen von HDR-Bildern.

xDOF (nur Advanced-Version) erlaubt es eine Reihe von unterschiedlich fokussierten Bildern zu einem HDR-Bild mit erweiterter Tiefenschärfe zu vereinigen. xDOF ist eine experimentelle Methode und befindet sich noch in aktiver Entwicklung.

Beim Tonemapping kann man dann ebenfalls zwischen mehreren Verfahren umschalten: Simplex, Receptor oder Compressor. Details zur Arbeitsweise der Funktionen können Sie wieder der FDRTools Hilfe entnehmen. Ich habe alle drei Varianten kurz angetestet. Mit etwas Fingerspitzengefühl bzw. genügend Zeit kann man mit diesen drei Verfahren sehr schöne Bilder erzeugen. Einen Nachteil sehe ich  hier allerdings in der Bedienbarkeit dieser Verfahren.

Zur Intuitivität möchte ich nur anmerken, dass ich vorab die Hilfe von FDRTools durchblättern musste um mich in der Anwendung zurecht zu finden. Da diese aber sehr gut aufgebaut ist, hat sich der zeitliche Aufwand für die Einarbeitung noch in Grenzen gehalten.

Einstellmöglichkeiten

Hier muss man bei FDRTools zwei Bereiche unterscheiden. Erstens die HDR-Erstellung und zweitens das Tonemapping.

Bei den bisher getesteten Programmen gab es keine Auswahl der HDR-Erstellungs Methode. FDRTools bietet das sehrwohl. Bis auf die Ghosting Reduzierung bei der Seperation-Methode konnte ich persönlich allerdings nicht unbedingt nachvollziehen, warum ich diese Auswahl brauche. Vielleicht muss man sich aber auch einfach noch intensiver mit dieser Thematik beschäftigen um wirklich Vorteile daraus ziehen zu können. Ich sehe diese Möglichkeit daher als Pluspunkt von FDRTools.

Beim Tonemapping bietet FDRTools ebenfalls mehrere Verfahren an. Hier vermisse ich allerdings die Bedienungsfreundlichkeit von anderen Tools bzw. sind generell wenig Einstellungsmöglichkeiten vorhanden.

5.) Hilfe, Tutorials, etc.

Aufmerksame Leser haben es sicher schon bemerkt, ich habe bereits des öfteren auf die offizielle Hilfe von FDRTools hingewiesen bzw. auch verlinkt. Für mich als absoluten FDRTools-Neuling war das auch die erste Anlaufstelle bei Unklarheiten und sie bietet auch detailierte Information zu den zur Verfügung gestellten Funktionen. Viel mehr kann man von einer Hilfe meiner Meinung nach nicht erwarten.

6.) Preis

FDRTools gibt es in zwei Varianten:

  • Basic-Version --> FREE
  • Advanced-Verion --> EUR 39

Man hat also die Möglichkeit die Basic-Version frei zu verwenden. Sollte das jemanden nicht reichen, ist die Advanced-Version um EUR 39.- durchaus noch erschwinglich. Details gibts auf der Product & Prices Seite.

7.) Zusammenfassung

Hier werde ich alle bis jetzt gehörten Punkte nochmals zusammenfassen und schließlich mit Punkten bewerten. Warum wieviele Punkte gegeben wurden, sollte aus dem bereits Gelesenem hervorgehen. Falls ich bei der Bewertung bzw. generell etwas übersehen oder nicht berücksichtigt habe, bin ich für jede konstruktive Kritik dankbar!

Pluspunkte + Mehrere Verfahren zur HDR-Erstellung + Manuelle Ausrichtung der Quellbilder möglich + Freie Basic-Version

Minuspunkte - Performance könnte besser sein - Ghosting Reduzierung nur über Umwege möglich - Gewöhnungsbedürftige Programmoberfläche - Vorlagen/Presets nicht vorhanden

Testbilder

Zum Abschluss zeige ich, wie gehabt, die Ergebnisse der drei verwendeten Testbilder. Es handelt sich bei allen drei Bildern um das direkte Ergebnis aus FDRTools - also ohne jede weitere Bearbeitung. (Anmerkung: Die Gitternetzlinien sind auf die nicht freigeschaltene Advanced-Version zurückzuführen)

Testbild 1

Testbild 2

Testbild 3

Bewertung

(pro Punkt max. 10 Punkte, insgesamt max. 90 Punkte)

Performance 3 Punkte
Zusatzfunktionen
Ghosting 3 Punkte
Ausrichtung 9 Punkte
Presets 1 Punkt
Benutzeroberfläche
Aufruf aus Host-Programm 0 Punkte
Übersichtlichkeit/Intuivität 5 Punkte
Einstellmöglichkeiten 6 Punkte
Hilfen, Tutorials etc. 9 Punkte
Preis 8 Punkte
Ergebnis 44 Punkte

FDRTools erreicht somit 44 von 90 Punkten in meiner Bewertung und liegt somit hinter Phtotomatix Pro 4 das mit 71 Punkten die Spitzenposition weiter für sich beansprucht.

Die nächste Bewertung gibt's von Picturenaut!

FDRTools Advanced

HDR-Software Review - Teil 4: Hydra

In Teil 4 meines Reviews steht heute das HDR-Programm Hydra am Start. Wie bei den anderen Programmen im Test wollte ich mir auch von Hydra eine Test-/Trial-Version besorgen. Als ich jedoch auf der Website gespannt den Download-Link suchte, bemerkte ich, dass Hydra leider den Mac-Benutzern unter uns vorbehalten ist. Nun ja, dieser Umstand verkürzt meine Arbeit einerseits ungemein, andererseits fällt somit leider auch Mitstreiter aus meiner Liste - hätte ich wahrscheinlich schon vorab recherchieren sollen...

1.) Allgemeines

Hersteller: Creaceed S.P.R.L. Betriebssystem(e): Mac ONLY!!! Link: http://www.creaceed.com/de/hydra/

Sorry, aber mehr gibt's heut einfach nicht zu berichten. Die nächste - vollständige - Bewertung gibt's von FDRTools!

HDR-Software Review - Teil 3: HDR Efex Pro

Weiter gehts mit Teil 3 meines "großen HDR-Software Reviews"! Heute steht das zweite Programm auf dem Prüfstand, nämlich HDR Efex Pro. Wie in Teil 2 des Reviews schon erwähnt, erstellte ich bis jetzt meine HDRs zu einem sehr großen Teil mit Photomatix - den restlichen Teil habe ich mit HDR Efex Pro gemacht. D.h. ich habe mich mit diesem Programm schon vorab einige Male beschäftigt und musste nicht von Null weg beginnen. Für diese Bewertung soll das aber keinen weiteren Einfluss haben.

1.) Allgemeines

Hersteller: Nik Software, Inc.HDR Efex Pro Programmversion: 1.1 (voll funktionsfähige Trialversion) Betriebssystem(e): Windows, Mac Link: http://www.niksoftware.com/hdrefexpro/de/entry.php

Am Beginn möchte ich gleich wieder ein paar Screenshots von der Anwendung präsentieren - einfach um jenen die's noch nicht kennen, das Programm etwas näher zu bringen:

2.) Performance

HDR Efex Pro kommt wahlweise als Plugin für Photoshop oder Lightroom. Eine Standalone Version gibt es nicht. Ich habe meine Performancetests daher in Lighroom gestartet und die Zeitmessung nach dem Hinweisbildschirm der Trialversion aktiviert. Dabei bin ich auf folgende Werte gekommen:

Aktion Testbild1 Testbild2 Testbild3 Durchschnitt
Laden bis zum Tonemapping (mit Ausrichten) 46 sek 13,8 sek 11,7 sek 23,8 sek
Speichern des Ergebnisses 78,5 sek 10,2 sek 8,4 sek 32,4 sek
Summe 124,5 sek 24 sek 20,1 sek 56,2 sek

Ein weiteres Kriterium war die Aktualisierung der Vorschau. Hier hat sich herausgestellt, dass es je nach ausgeführter Aktion nur geringe Unterschiede gibt. Generell war die Vorschau innerhalb von max. 3 Sekunden aktualisiert, was ein flüssiges Arbeiten möglich macht.

3.) Zusatzfunktionen

Ghosting Reduzierung

HDR Efex Pro bietet eine automatische Ghosting Reduzierung an. Man kann dabei die Ghosting Methode (adaptiv oder global) und die Anti-Ghosting Stärke (niedrig, mittel oder hoch) einstellen. Standarmäßig ist das Anti-Ghosting nicht aktiviert, man kann das aber über die Einstellungen nachträglich ändern.

Bei meinem Ghosting-Testbild (Testbild 2) hatte HDR Efex Pro zunächst große Probleme die betroffenen Stellen zu erkennen bzw. auszubessern. Erst als ich die Stärke des Anti-Ghostings auf "hoch" gestellt hatte, war das Ergebnis annähernd akzeptabel. Einzelne Pixel haben aber auch hier noch gestört - die kann man aber im Nachhinein recht einfach im Photoshop loswerden.

Ausrichtung der Bilder

Da ich einen Großteil meiner HDRs ohne Stativ mache, ist die Ausrichtung der Bilder für mich von durchaus großer Bedeutung. Das Problem bei diesem Kriterium war allerdings die Messbarkeit des Erfolgs. Generell werde ich daher in erster Line bewerten ob eine Funktion zur Ausrichtung vorhanden ist bzw. ob diese automatisch funktioniert oder auch manuell eingegriffen werden kann.

Wie bereits im vorangegangenen Screenshot zu sehen, bietet HDR Efex Pro auch eine Möglichkeit zur automatischen Ausrichtung der Quellbilder. Manuell eingreifen kann man dabei allerdings nicht. Musste ich bei den Testbilder auch nicht, das Ergebnis war auch so tadellos.

Vorlagen/Presets

Anzahl der Presets

Hier kommen wir zu einer der größten Stärken von HDR Efex Pro, die Presets. Man konnte es vielleicht aus den Screenshots schon erkennen, es gibt wirklich viele davon! Insgesamt 33 Stück werden von Haus aus angeboten. Per einfachem Klick werden diese auch übernommen und die Vorschau aktualisiert.

Qualität der Presets

Bei so einer Anzahl an Presets ist fast für  jeden etwas dabei! Um den Überblick nicht zu verlieren, wurden  die Presets auch in Kategorien eingeteilt. Man kann sich also wahlweise nur jene Presets anzeigen lassen, die z.B. für "Landschaft", "Architektur" usw. gedacht sind. Die Presets konnten mich somit voll überzeugen und haben ein zusätzliches "herumdrehen" an den Tonemapping Einstellungen teilweise sogar überflüssig gemacht.

4.) Benutzeroberfläche

Aufruf aus Host-Programm

Ein wichtiges Kriterium ist für mich, ob es eine direkte Schnittstelle zwischen meinen bevorzugten Bildbearbeitungsprogrammen (Host-Programmen) und dem HDR-Programm gibt. In erster Linie spreche ich hier natürlich von Lightroom. Ist man erst einmal auf den Genuss einer automatischen Exportfunktionalität gekommen, möchte man ihn auch nicht mehr missen - ich spare damit einfach Zeit und Ärger.

Wie schon erwähnt, ist HDR Efex Pro nur im Zusammenspiel mit einem Host-Programm ausführbar. Für mich ist das kein Problem bzw. kommt das meinem Workflow sehr entgegen. Anderen wird's da vielleicht etwas anders gehen...

Der Export aus Lightroom funktioniert auf jeden Fall einwandfrei. Es fehlt zwar ein zusätzlicher Dialog in dem man Einstellungen vorab treffen könnte (wie es etwa Photomatix bietet), doch wirklich störend ist das auch nicht.

Übersichtlichkeit/Intuitivität

HDR Efex Pro setzt auf eine dreigeteilete Benutzeroberfläche: links die Presets, in der Mitte das Vorschaufenster und rechts die Tonemapping- und Sonstige Einstellungen. Die Oberfläche wirkt dabei sehr aufgeräumt und übersichtlich. Der gr0ße Vorteil sind auch hier die Presets die den Einstieg ins Programm sicher sehr erleichtern.

Einstellmöglichkeiten

Hat man ein Preset ausgewählt (oder auch nicht), kann man natürlich noch Feintuning betreiben. Dazu stehen in der rechten Leiste einige Funktionen zur Verfügung die wiederum in 3 Bereiche eingeteilt werden können:

  • Globale Anpassungen Unter den globalen Anpassungen finden sich allgemeine Parameter wie Belichtung, Kontrast, Sättigung usw. wieder. Außerdem kann hier die HDR-Methode und die Stärke dieser Methode eingestellt werden.
  • Selektive Anpassungen Hierbei handelt es sich um eine Besonderheit von HDR Efex Pro (die auch als soche beworben wird). Man hat die Möglichkeit, einzelne Bereiche des Bildes gezielt anzupassen. Man setzt dazu einfach einen sogenannten Kontrollpunkt in die Bereich, den man anpassen möchte und hat dann verschiedene Parameter die man ändern kann.

  • Finishing In diesem Bereich verlassen wir eigentlich den Kernbereich eines HDR-Programms. HDR Efex Pro bietet hier noch zwei weitere Möglichkeiten, das Endergebnis des Bildes entscheidend zu beeinflussen. Man kann hier nämlich noch die Vignettierung und eine spezielle Tonwertkurve auswählen. Aus meiner Sicht müssten diese Möglichkeiten gar nicht mehr vorhanden sein, da ich sochle Anpassungen gerne nach dem HDR-Prozess in Lighroom oder Photoshop gesondert mache. Aber da sie schon mal da sind, können wir sie natürlich auch verwenden!

5.) Hilfe, Tutorials, etc.

Nik Software lässt sich auch hier nicht lange bitten und stellt eine recht umfangreiche Online-Hilfe zur Verfügung (http://www.niksoftware.com/hdrefexpro/de/help/). Dabei wird von einer kurzen "Erste Schritte"-Einführung bis hin zu Videos alles angeboten.

6.) Preis

Ja, der Preis ist so eine Sache. 159,95 EUR sind keine Kleinigkeit und somit werden es sich sicher einige nochmal überlegen ob HDR Efex Pro wirklich das richtige Programm für sie ist.

7.) Zusammenfassung

Hier werde ich alle bis jetzt gehörten Punkte nochmals zusammenfassen und schließlich mit Punkten bewerten. Warum wieviele Punkte gegeben wurden, sollte aus dem bereits Gelesenem hervorgehen. Falls ich bei der Bewertung bzw. generell etwas übersehen oder nicht berücksichtigt habe, bin ich für jede konstruktive Kritik dankbar!

Pluspunkte + Integration in Lightroom + Presets - Anzahl und Qualität + Selektive Anpassungen im Bild

Minuspunkte - Performance könnte besser sein - Ghosting Reduzierung zwar vorhanden, jedoch mit kleinen Schwächen - Preis: EUR 159,90 sind für ein reines HDR-Programm viel, vielleicht sogar zu viel

Testbilder

Zum Abschluss zeige ich, wie gehabt, die Ergebnisse der drei verwendeten Testbilder. Es handelt sich bei allen drei Bildern um das direkte Ergebnis auf HDR Efex Pro - also ohne jede weitere Bearbeitung.

Bewertung

(pro Punkt max. 10 Punkte, insgesamt max. 90 Punkte)

Performance 5 Punkte
Zusatzfunktionen
Ghosting 6 Punkte
Ausrichtung 8 Punkte
Presets 10 Punkte
Benutzeroberfläche
Aufruf aus Host-Programm 8 Punkte
Übersichtlichkeit/Intuivität 8 Punkte
Einstellmöglichkeiten 9 Punkte
Hilfen, Tutorials etc. 8 Punkte
Preis 2 Punkte
Ergebnis 64 Punkte

HDR Efex Pro erreicht somit 64 von 90 Punkten in meiner Bewertung und liegt somit hinter Phtotomatix Pro 4 das mit 71 Punkten die Spitzenposition weiter für sich beansprucht.

Die nächste Bewertung gibt's von HyDRa!