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Tutorial Ergänzung – Bearbeitung im Photoshop

Nun ist's doch schon fast wieder einen Monat her, dass ich gebeten wurde, die Schritte die ich im Photoshop durchführe genauer zu erklären. Im Tutorial gehe ich ja nicht besonders genau darauf ein, daher kommt jetzt eine etwas ausführlichere Erklärung was man alles machen könnte. Gleich vorweg: Wie immer ist das Folgende kein Rezept das aus jedem Bild das optimale herausholt. Ich zeige nur ein paar Schritte, die ich bei meinen Bilder schon des öfteren so oder so ähnlich durchgeführt habe und bei denen das Ergebnis meiner Meinung nach durchaus OK ist.

Also, los gehts:

Schritt 1: Das Ausgangsbild nach dem Tonemapping in Photomatix

Schritt1

Bis hierhin sollte denke ich alles klar sein. Einfach eine Belichtungsreihe hernehmen, in Photomatix öffnen, ein HDR erzeugen und anschließend Tonemappen. Ich habe hier ein beliebiges Bild hergenommen an dem ich die folgenden Schritte recht gut zeigen kann.

Schritt 2: Erste Schritte im Photoshop

Nach dem Öffnen des Bildes im Photoshop, lege ich erstmal mehrere Kopien des ursprünglichen Bildes an. Hat mehrere Gründe, zum einen möchte ich das Originalbild nicht verlieren - könnte ja sein dass ich doch wieder zurück zum Ausgang will. Zum anderen "vermische" ich meistens mehrere Ebenen miteinander um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Was das heißt werdet ihr gleich sehen.

Schritt2

Schritt 3: Topaz Adjust oder ähnliches

Im nächsten Schritt geht es jetzt daran, das Bild wirklich so hin zu bekommen, wie man es sich vorgestellt hat. Ich verwende zu diesem Zweck mittlerweile die Plugins von Topaz Labs, genauer gesagt Topaz Adjust. Die hab ich mal ausprobiert und nach der kostenlosen Probezeit einfach bestellt - ich war vom Ergebnis einfach sehr angetan. Wie auch immer, man muss sich dieses Plugin natürlich nicht zwingend kaufen. Wenn man etwas geübt ist, bekommt man mit diversen Filter und Effekten sicher auf ähnliche Ergebnisse. Da es auf diesem Gebiet aber sicher sehr viele Leute gibt die sich besser auskennen, will ich dazu garnicht mehr verlieren - einfach mal googln und sich die wichtigsten Dinge selbst beibringen hätte ich gesagt.

Step3

Step3

Schritt 4: Mischen und Zusammenfügen der Ebenen

Schritt 3 kann dann  beliebig oft mit den zuvor angelegten Ebenen wiederholt werden. Ich mache meistens 2 Varianten - eine die die Details des Bildes besser hervorhebt und eine die das ganze wieder ein wenig ausgleicht. Bin ich damit fertig, mische ich diese zwei oder drei verschiedenen Varianten des Bildes mittels "Deckkraft" zusammen. Also z.B. die oberste Ebene hat eine Deckkraft von 40 %, die zweite 70 % und die dritte hat sowieso 100 %. Wie gesagt, je nachdem wie mir das Bild besser gefällt.

Habe ich diesen "Mischvorgang" ebenfalls abgeschlossen, füge ich wieder alle Ebenen zu einer zusammen.

Step 4

Optional - Schritt 5: Retuschieren, etc.

In diesem Beispiel gibt es eine Unschönheit im Bild und zwar den doch recht starken Lens Flare in der Nähe der Lampe. Den würde ich noch versuchen im Photoshop weg zu bekokmmen. Wie gesagt, ich bin sicher nicht der Photoshop-Experte schlecht hin, aber meist komme ich zu einem - für mich annehmbaren - Ergebnis :)

In diesem Fall hab ich einfach einen Kanalmixer über den betroffenen Bereich gelegt, um die gröbsten Unschönheiten zu entfernen. Dann noch ein wenig mit dem Nachbelichter-Werkzeug drüber und schon war das Schlimmste geschafft.

Step 5

Schritt 6: Noiseware Professional

Dazu brauche ich nicht extra viel sagen denke ich. Einfach einmal den Filter drüberlaufen lassen und das war's. Ist natürlich auch mit anderen Plugins/Filtern möglich - wichtig ist denke ich nur dass etwas gegen das Rauschen getan wird!

Schritt 7: Zurück in Lightroom - und fertig ist das Bild

So, Bild speichern und zurück zu Lightroom. Hier schneide ich das Bild meist noch ein wenig zu bzw. begradige es. Große Eingriffe vermeide ich hier meistens. Falls ich jedoch ein schwarz-weiß Bild machen möchte, passiert das in Lightroom (die Presets sind hier einfach Weltklasse). Aber das war's dann auch schon, fertig ist das Bild!

Fertig ist das Bild

And we proudly present: HDR-Tutorial online!!!

Ja, es ist getan! Die erste Version meines HDR-Tutorials ist soeben feritig geworden! Ganz schön viel Arbeit kann ich euch sagen, aber ich hoffe es gefällt und hilft dem einen oder anderen doch weiter - dann hat sichs schon gelohnt! :)

Inspirieren habe ich mich dabei (wie ich im Tuturial auch erwähne) von Trey Ratcliff und seinem HDR-Tutorial lassen. War irgendwie auch nicht zu vermeiden, denn anscheinend ist von seinem Tutorial doch einiges bei mir hängen geblieben. Nun ja, wie gesagt hoffe ich, dass es euch gefällt und warte schon  gespannt auf die eine oder andere Rückmeldung.

P.S: Wie gesagt, das ist die erste Version des Tutorials, weitere folgen sicher!

» HIER GEHTS ZUM TUTORIAL

Pseudo HDR - Wie ich damals begann

Als ich mir nun vor rund eineinhalb Jahren meine erste DSL zugelegt habe (meine gute alte Sony Alpha 300), kam ich recht schnell auf den Geschmack von HDR-Fotografie. Ich war fasziniert von den Bilder die ich da sah und wollte unbedingt auch solche Fotos schießen, koste es was es wolle! Nun ja, was ich allerdings nicht wußte war das "WIE". Nachdem ich mich dann kurzerhand im Internet schlau gemacht hatte, hatte ich zumindest eine Vorstellung wie es gehen müsste. Mit der Umsetzung hatte ich allerdings noch so meine Probleme. Es war nämlich für mich nahezu unmöglich eine gute (sprich brauchbare) Belichtungsreihe mit meiner damaligen Kamera zu machen. Das lag einerseits sicher daran, dass die Kamera nicht wirklich viel dazu beisteuerte mir dieses Vorhaben leichter zu machen, andererseits war es mir ehrlichgesagt schlichtweg viel zu umständlich und langwierig! Also, was tun in so einem Fall? Klar, man macht sich das Leben oder besser gesagt das Fotografieren so leicht wie möglich! In diesem Fall hieß das für mich, ich verzichtete auf Belichtungsreihen und begann stattdessen einzelne Raw-Bilder zu bearbeiten und daraus Pseudo HDRs zu zaubern!

In diesem Beitrag möchte ich nun näher darauf eingehen wie ich damals vorgegangen bin und wie ich heute zu Pseudo HDRs stehe.

Wie komme ich also zu so einem einfachen HDR-Bild. Man nehme erstens ein beliebiges Bild im Raw-Format (kleiner Tipp: am besten Fotos immer in diesem Format aufnehmen!) und öffnet es im HDR-Programm seines Vertrauens. In meinem Falls ist das Photomatix Pro. Ist das Bild fertig geladen, klickt man auf "Tone Mapping" und schon kann der Spaß beginnen:

Bild: Raw-Datei in Photomatix öffnen

Je nach vorhandenen Voreinstellungen wird dass Bild dann gleich mal etwas "aufgepeppt" angezeigt. Nun beginnt die große Spielerei mit den Schiebereglern. Etwas mehr Kontrast dazugeben, etwas Farbe wegnehmen - jedem das seine. Ich persönlich muss ja sagen, dass ich am Beginn gerne zu Übertreibungen geneigt habe. D.h. ich habe gerne etwas zu viel von allem genommen. Die Ergebnisse waren dadurch zwar meist einzigartig und aussergewöhnlich, heute wäre mir das aber zu viel des Guten. Aber wie gesagt, das bleibt einem jeden selbst überlassen, wie sehr man sich vom Originalbild und der tatsächlichen Wahrnehmung entfernen möchte.

Mit diesem Beispielbild würde ich zu folgendem Ergebnis kommen:

Bild: Photomatix Erbebnis

Ein Klick noch auf "Process" und schon hab ich mein Pseudo HDR in der Rohfassung fertig! Was noch fehlt ist natürlich das Fein-Tuning. Das beginne ich meißt im Photoshop (kann man übrigens in Photomatix beim Speichern gleich mitauswählen --> "Open saved Image with ..."). Hier werden je nachdem ein zwei Filter über das Bild gelassen (Noiseware, etc.), etwas retuschiert und eventuell noch weitere Sachen gemacht. Die letzten Schritte finden dann in Lightroom statt. Hier kann ich dem Bild noch ein paar Metadaten geben wie Titel, Beschreibung und Tags und es im Entwicklungsmodus nochmal nach meinen Vorstellungen anpassen. In letzter Zeit wandert bei mir die Entwicklung immer mehr in Richtung Lightroom, da es für die meisten Fälle ausreichend Funktionen bereitstellt. Ist man dann mit allem fertig und einigermaßen zufrieden, braucht man das Bild nur noch hochladen und auf das Lob anderer warten! ;)

Zum Vergleich, das Originalbild:

Bild: Originalbild - ohne Bearbeitung

Nach ca. 30 Minuten mein fertiges Pseudo HDR:

Bild: Mein fertiges Pseudo HDR

Ja, so war das am Anfang. Wobei 30 Minuten sicherlich nicht viel sind pro Bild. Am Beginn bin ich vor allem bei den Photomatix-Einstellungen sehr sehr lange gesessen. Mit der Zeit entwickelt man aber glaube ich ein Gespür dafür, wo man drehen muss um das zu erreichen, was man sich vorstellt.

Wie ich schon mehrmals angedeutet habe, waren Pseudo HDRs für mich nur am Beginn wirklich interessant. Denn mit einer neuen Kamera und einem neuen Stativ funktioniert's nun auch besser mit den Belichtungsreihen. Und das Ergebnis von "wirklichen" HDRs im Vergleich zu Pseudo HDRs ist schon ein anderes. Man kommt mit Pseudo HDRs nur sehr selten bis gar nie an deren Qualität heran. Natürlich gibt es Ausnahmen bzw. Fälle in denen ein HDR aus nur einer Aufnahme besser sind. Sobald z.B. Personen oder Tiere auf einem HDR zu sehen sein sollen, wird schwierig mit mehreren Aufnahmen zu arbeiten (duch die Bewegungen des Motivs). Andererseits gefällt manchen dieser "Nachzieh-Effekt" der bei mehreren Aufnahmen entstehen würde...

Nun ja, ich hoffe dieser erste echte Beitrag war gut zu lesen und hilft vielleicht dem einen oder anderen bei den ersten HDR-Versuchen.

Wie steht ihr zu Pseudo HDRs? Gut für Einsteiger oder doch nur was für Möchtegerns?

Zum Abschluss noch ein paar meiner ersten HDR's aus nur einer Raw-Datei:

the approaching storm

mountain view

sacre coeur

Bis demnächst!